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Sungrow PowerHarbor: Bis zu 120 kWh im neuen All-in-One-System

Sungrow kombiniert im PowerHarbor Hybridwechselrichter und Speicher mit bis zu 120 kWh in einem modularen System. Alle Eindrücke von der Intersolar 2026, die neue EnergyBridge und der geplante Marktstart.

Janik Nolden 5 Min. Lesezeit
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Sungrow PowerHarbor: Bis zu 120 kWh im neuen All-in-One-System 5 Min. Lesezeit

Der Sungrow PowerHarbor ist das neue All-in-One-PV-System von Sungrow. Es kombiniert Hybridwechselrichter, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement in einem modularen System. Auf der Intersolar 2026 in München konnten wir uns die Neuheit bereits ansehen und mit einem Produktexperten sprechen. Spannend sind die flexibel kombinierbaren Batteriemodule und die kompakte Backup-Lösung. Wir zeigen dir, welche Funktionen bereits bekannt sind und wann der PowerHarbor voraussichtlich in Deutschland erscheint.

Sungrow PowerHarbor in Kürze

  • Wechselrichter: 10 bis 30 kW, dreiphasig
  • Speicher: 6-, 9- und 10-kWh-Module, bis zu 60 kWh pro Turm und 120 kWh mit zwei Türmen
  • Neue Funktionen: EnergyBridge und iHomeManager Mini
  • Verkaufsstart in Deutschland: Voraussichtlich Anfang 2027

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben beruhen auf Herstellerinformationen und unseren Eindrücken von der Intersolar 2026. Technische Daten und Verfügbarkeit können sich bis zum Marktstart noch ändern.

Sungrow PowerHarbor: Unsere Eindrücke von der Intersolar 2026 ▸

Auf der Intersolar 2026 in München konnten wir uns den neuen PowerHarbor direkt am Sungrow-Messestand ansehen. Besonders interessant fanden wir die unterschiedlich großen Batteriemodule und die kompakte EnergyBridge.

Im Video erklärt uns ein Sungrow-Experte den Aufbau, die möglichen Speicherkonfigurationen und das neue Energiemanagement.

 

Wie funktioniert das neue All-in-One-System von Sungrow?

Beim PowerHarbor sitzt der Hybridwechselrichter direkt auf den Batteriemodulen. Die Komponenten lassen sich über integrierte Steckverbindungen ohne separate Kabel zwischen den Modulen verbinden. Das vereinfacht die Montage und reduziert den Platzbedarf.

Je nach Wechselrichterleistung verfügt das System über drei oder vier MPP-Tracker. Damit lassen sich unterschiedliche Dachflächen unabhängig voneinander regeln.

Sungrow gibt eine PV-zu-Batterie-Ladefähigkeit von bis zu 160 % an. Bei einem Wechselrichter mit 10 kW Nennleistung können unter passenden Bedingungen bis zu 16 kW PV-Leistung zum Laden des Speichers genutzt werden.

Der Wert von 0,66P beschreibt dagegen, wie schnell der Speicher Energie aufnehmen oder bereitstellen kann. Bei 10 kWh Speicherkapazität entspricht das rechnerisch 6,6 kW Lade- und Entladeleistung. Die tatsächlich mögliche Leistung hängt von der Speichergröße und den Grenzen des Wechselrichters ab.

Sungrow gibt außerdem eine Gehäusetiefe von nur 25,5 cm und die Schutzart IP66 an.

Drei Besonderheiten des Sungrow PowerHarbor

1. Batteriemodule flexibel kombinieren und erweitern

Bei den bisherigen Sungrow Speichern sind die Modulgrößen innerhalb der jeweiligen Serie vorgegeben. Beim PowerHarbor lassen sich dagegen 6-, 9- und 10-kWh-Module kombinieren. Laut Sungrow sind dadurch 83 verschiedene Kapazitätskombinationen pro Turm möglich.

So lassen sich beispielsweise ein 6-kWh- und ein 9-kWh-Modul zu 15 kWh Speicherkapazität kombinieren. Auch eine spätere Erweiterung mit Modulen unterschiedlicher Größe ist vorgesehen.

Das bietet mehr Flexibilität bei der Speicherplanung. Du kannst die Kapazität gezielter an deinen Stromverbrauch anpassen, ohne vorhandene Module automatisch ersetzen zu müssen.

2. EnergyBridge für die Ersatzstromversorgung

Mit der EnergyBridge hat Sungrow eine besonders kompakte Backup-Lösung entwickelt. Sie wird direkt in die Elektroverteilung eingebaut und übernimmt bei einem Netzausfall die Trennung vom öffentlichen Stromnetz.

Die EnergyBridge kombiniert fünf Funktionen, darunter Netzumschaltung, Schutzschalter und Strommessung. Laut Sungrow benötigt sie bis zu 99 % weniger Volumen als ein herkömmliches Backup-Gateway.

Bei entsprechender Installation kann dein Haus während eines Stromausfalls weiterhin Strom aus der PV-Anlage und dem Speicher beziehen.

3. iHomeManager Mini mit intelligenter KI-Steuerung

Der neue iHomeManager Mini wird direkt am Wechselrichter angeschlossen und übernimmt das intelligente Energiemanagement.

Mithilfe von KI berücksichtigt er Wetterprognosen, Verbrauchsmuster und dynamische Stromtarife. So soll das System den gespeicherten Solarstrom möglichst effizient einsetzen und die Stromkosten senken.

Eine Besonderheit ist die Einbindung von Geräten und Systemen anderer Hersteller. Bereits unterstützt werden ausgewählte Shelly-Geräte sowie Modbus, beispielsweise zur Steuerung von Heizstäben. Über zusätzliche Messwandler lassen sich auch Fremdsysteme erfassen, die nicht direkt mit der Sungrow iSolarCloud kommunizieren. Weitere Integrationen über EEBUS, etwa für Wärmepumpen, sind geplant.

Mehr zur bisherigen Sungrow-Steuerung erfährst du in unserem Beitrag Sungrow iHomeManager.

Für wen lohnt sich der Sungrow PowerHarbor?

Der Sungrow PowerHarbor eignet sich besonders für größere PV-Anlagen mit hohem Strombedarf. Interessant ist das System beispielsweise für Haushalte mit Wärmepumpe, Elektroauto oder mehreren stromintensiven Verbrauchern. Auch kleinere Gewerbebetriebe profitieren von den hohen Leistungs- und Speicherkapazitäten.

Dank der kompakten All-in-One-Bauweise benötigt das System weniger Platz und sorgt für eine aufgeräumte Optik im Technikraum. Auch für Heimwerker bietet der PowerHarbor Vorteile: Der geringere Verkabelungsaufwand erleichtert die Montage und ermöglicht es, bestimmte Vorarbeiten selbst zu übernehmen. Den elektrischen Anschluss und die Inbetriebnahme muss weiterhin eine qualifizierte Elektrofachkraft durchführen.

Durch den modularen Aufbau lässt sich der PowerHarbor sowohl für den heutigen Energiebedarf konfigurieren als auch bei steigendem Verbrauch erweitern.

Wann erscheint der Sungrow PowerHarbor in Deutschland?

Sungrow stellte den PowerHarbor im Juni 2026 auf der Intersolar in München vor. Seit September 2026 ist das System bereits in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg erhältlich.

Nach unserem aktuellen Informationsstand rechnen wir mit einem Verkaufsstart Anfang 2027 in Deutschland. Ein verbindlicher Termin wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Auch die deutschen Endkundenpreise sind noch nicht bekannt. Diese werden unter anderem von der Wechselrichterleistung und der gewählten Speicherkapazität abhängen.

Wo kann ich den Sungrow PowerHarbor kaufen?

Den Sungrow PowerHarbor kannst du voraussichtlich ab Anfang 2027 bei Solarhandel24 günstig online kaufen. Wir planen, das neue All-in-One-Speichersystem zum Deutschlandstart sowohl für Privatkunden als auch für Gewerbekunden anzubieten.

Welche Produkte von Sungrow aktuell erhältlich sind, siehst du in unserem umfangreichen Sungrow Sortiment.

Fazit: Unser erster Eindruck vom Sungrow PowerHarbor

Der Sungrow PowerHarbor überzeugt uns vor allem durch seine flexible Speichererweiterung und die Integration verschiedener Geräte ins Energiemanagement. Mit der EnergyBridge bietet Sungrow zudem eine kompakte Lösung für die Ersatzstromversorgung. Besonders für größere private und gewerbliche PV-Anlagen könnte das neue All-in-One-System interessant werden.

FAQ zum Sungrow PowerHarbor

Ja, Sungrow sieht auch den Einsatz in bestehenden PV-Anlagen vor. Je nach Konfiguration können Wechselrichter und Batterie getrennt angeordnet werden. Ob sich deine vorhandenen Solarmodule und Komponenten weiterverwenden lassen, muss anhand der technischen Daten geprüft werden.

Ja, mit der EnergyBridge unterstützt der Sungrow PowerHarbor eine Ersatzstromversorgung. Laut Hersteller erfolgt die Umschaltung ohne Unterbrechung. Welche Verbraucher versorgt werden können, hängt von der Installation und der verfügbaren Leistung ab.

Ja, der Sungrow PowerHarbor kann über den iHomeManager Mini auch ausgewählte Geräte und Systeme anderer Hersteller einbinden. Unterstützt werden unter anderem bestimmte Shelly-Geräte und Modbus, beispielsweise für Heizstäbe. Über zusätzliche Messwandler lassen sich weitere Fremdsysteme erfassen. Eine EEBUS-Anbindung für Wärmepumpen ist geplant. Die direkte Kompatibilität mit Batteriespeichern anderer Hersteller ist dagegen nicht bestätigt.

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Janik Nolden

Janik Nolden

Gründer & Geschäftsführer
solago GmbH

Janik Nolden ist Mitgründer und CEO der solago GmbH, dem Unternehmen hinter den Marken solago & Solarhandel24 und Europas am schnellst wachsenden Solar-Onlinehändler mit über 200.000 Kunden. Als Unternehmer mit täglichem Einblick in den deutschen Solarmarkt schreibt er auf diesem Blog über Solarkomponenten sowie aktuelle Themen der Photovoltaikbranche. Mehr Solarwissen gibt es auch auf dem YouTube-Kanal Solar Akademie, auf dem Janik Nolden vor der Kamera Solarthemen einfach verständlich erklärt.